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The Night Holocaust Concert

Datum: 27.01.2020
Uhrzeit: 19.00
Ort:
Kuppelsaal im Hannover Congress Centrum, Theodor-Heuss-Platz 1-3, 30175 Hannover

  HannoverTickets

Vor 75 Jahren wurde Auschwitz befreit. Aus diesem Anlass gibt es Ende Januar im Kuppelsaal in Hannover ein großes Gedenkkonzert. Mit dabei: Der Schauspieler Sebastian Koch, der aus "Die Nacht" von Elie Wiesel liest. Auch mehrere Chöre stehen auf der Bühne.

Der 27. Januar ist ein besonderer Tag für Deutschland. Es ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Weil sich dieser Termin nun zum 75. Mal jährt, veranstaltet die Region Hannover in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover, der Villa Seligmann und dem Verein für Völkerverständigung und Toleranz e.V. eine große Konzertlesung in Hannover.

Am Montag, 27. Januar, hat um 19 Uhr im Kuppelsaal das "The ‚Night‘ Holocaust Concert" Premiere. Der Eintritt für diese Veranstaltung ist frei – sofern die Besucher beim Einlass eine entsprechende Gratiskarte vorlegen können. Die Gratistickets sind in den HAZ-Geschäftsstellen, im Bürgerbüro der Region Hannover, im Künstlerhaus, in der Hannover Tourist Information und in der Gedenkstätte Ahlem erhältlich. 3350 Besucher können kommen – noch gibt es Karten.

Auszüge aus "Die Nacht"

Das Konzert verbindet die Synagogal-Musik von Leib Glantz (1898–1964) mit Auszügen aus dem Buch "Die Nacht" von Elie Wiesel. In dem Werk schildert der 2016 verstorbene Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger seine Zeit als 15-Jähriger im Vernichtungslager Auschwitz. Der Schauspieler Sebastian Koch wird die Texte lesen.

Die Lesung findet im Wechsel mit Musik statt. Zu hören sind insgesamt 17 symphonische Kompositionen, die vom Symphonieorchester Kaliningrad, dem Staatschor Vilnius, The Moscow Male Jewish Cappella, den Synagogalchören Hannover und Hamburg, dem Jungen Vocalensemble Hannover sowie den Solisten und Kantoren Daniel Mutlu (New York), Benjamin Maissner (Toronto) und Helena Goldt (Berlin) vorgetragen werden. Die künstlerische Gesamtleitung hat Arkadi Feldmann, der auch der Dirigent des Konzerts sein wird.

Förderer und Unterstützer der Veranstaltung sind die Sparkasse Hannover, die VGH und die VHV-Stiftung, der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, der Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen, die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover, der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband Hannover und die Marktkirchengemeinde Hannover.

"Ein berührendes Kulturerlebnis"

Regionspräsident Hauke Jagau hat bereits die Uraufführung von "The ‚Night‘ Holocaust Concert" vor einem Jahr in Kaliningrad gesehen. Er nennt die Produktion "ein außerordentlich beeindruckendes und berührendes Kulturerlebnis, das auf besondere Art an die millionenfache Auslöschung jüdischen Lebens erinnert und zugleich ein Statement gegen Hass, Gleichgültigkeit, Ausgrenzung und Genozide weltweit setzt". Jagau sagt: "Gerade in aktuellen Zeiten, in denen es zunehmend zum Erstarken antidemokratischer Strukturen und verrohter Kommunikation kommt, braucht es ein klares Standing gegen Rassismus und Gewalt."

Eliah Sakakushev-von Bismarck, der Direktor der Villa Seligmann und Intendant der Aufführung im Kuppelsaal, sagt über die Produktion: "Dass so viel lokales Talent – musikalisch und organisatorisch – einfließt, sehe ich als höchsten Ausdruck meiner Berufung an."

"The ‚Night‘ Holocaust Project" wird von der The Non-Profit L.G. Holocaust Project, Inc., einer gemeinnützigen Organisation mit Sitz in den USA, und dem Verein für Völkerverständigung und Toleranz getragen. "Unser gemeinsames Ziel ist es, die Öffentlichkeit und insbesondere die Jugend über die Schrecken des Holocaust aufzuklären, um Antisemitismus und alle Formen von Rassismus und Gewalt zu bekämpfen", sagt Vereinssprecher Matthias Düsterhöft, der Repräsentant des Projektes für Europa.

Die Besucher der Aufführung im Kuppelsaal haben von 17 Uhr an sowie nach dem Konzert die Möglichkeit, die Ausstellung "5 rooms" im Foyer des Kuppelsaals zu sehen. In fünf Räumen werden der Holocaust, Ausgrenzung, Antisemitismus und Rechtsextremismus thematisiert. Um 19 Uhr beginnt dann nach einem Grußwort des Ministerpräsidenten Stephan Weil das "The ‚Night‘ Holocaust Concert.


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