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Bella Block turnt auf der Elbphilharmonie herum

19.11.2011, Quelle: abendblatt.de, Text: Heinrich Oehmsen

In ihrem 30. Fall zwingen Ermittlungen Bella Block (Hannelore Hoger) dazu, auf dem abfällig „unser Millionengrab" genannten Bau herumzuturnen.

Jedes Wochenende kraxeln Dutzende Hamburger behelmt auf der Baustelle der Elbphilharmonie herum und lassen sich das gigantische Bauwerk erklären. In ihrem 30. Fall turnt auch Bella Block (Hannelore Hoger) auf dem abfällig „unser Millionengrab“ genannten Bau herum, um zu ermitteln. Auf eigene Faust, ohne behördlichen Ausweis, denn aus dem Polizeidienst ist die Kommissarin ausgeschieden.
Doch im aktuellen Fall ist es die persönliche Beziehung zu einem Mordopfer, die sie parallel zur Mordkommission ermitteln lässt. Dass sie dabei die Nase vor ihrem ehemaligen Assistenten Martensen (Devid Striesow) vorn hat, versteht sich fast von selbst. Die Tote ist Caroline (Annika Blendl), die Nichte von Bella Blocks Freundin Margit Brettschneider (Maren Kroymann). Die junge Frau ist in einem Fischrestaurant in der Schanze erstochen worden. „Stich in Herz“ heißt die Jubiläumsfolge doppeldeutig. Einen Stich ins Herz bekommt auch Anja Klöckner (Anna Schudt), als sie zufällig mitbekommt, dass ihr Mann Max (Sebastian Koch) eine Affäre mit dem späteren Mordopfer hat. Die betrogene Ehefrau ist von der für sie neuen Wahrheit so aufgewühlt, dass sie an einer Ampel ungebremst in Bella Blocks cooles VW-Cabrio brettert, ein Umstand, der Bella Blocks Spürnase später ein paar wichtige Indizien liefert.
Wie so viele Folgen der beliebten ZDF-Krimireihe steht auch in „Stich ins Herz“ nicht die tägliche Polizeiarbeit im Mittelpunkt. Bevor der Mord geschieht, dreht sich die Handlung vor allem um den Ingenieur Max Klöckner, sein Eheleben und seine Affäre zu der jungen Studentin. Im zweiten Teil erst wird aus dem Beziehungsdrama ein Krimi, wenn Bella Block sich mit großem psychologischen Gespür auf die Mördersuche begibt.
Mit Maren Kroymann, Sebastian Koch und Anna Schudt ist auch diese sehenswerte Folge wieder hochkarätig besetzt. Nicht besonders aufmerksam war allerdings die „Continuity“: Wer schon mal einen Blechschaden hatte, weiß, dass sich so was nicht an einem Tag beheben lässt. Erst recht nicht an einem Oldtimer-Cabrio, wie Bella Block ihn fährt.


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