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Der Funke ist übergesprungen

24.3.20011, stattzeitung.in

Solo für Stars geht in die nächste Runde. Schauspieler Sebastian Koch, bekannt aus Kino und TV, überzeugt das Publikum.

In der Reihe "Solo für Stars", gefördert durch die Audi AG, gewinnt der Schauspieler Sebastian Koch die Zuschauer ganz für sich. Das Große Haus im Theater Ingolstadt ist bis auf ein paar Plätze voll besetzt. Die musikalische Lesung "Der Spieler" nach Fjodor M. Dostojewskij begeistert. Koch interpretiert darin Passagen aus dem weltberühmten Roman. Begleitet wird er dabei vom Argentinier Roberto Russo am Bandonéon (eine Art Akkordeon).

Der Roman "Der Spieler", erschienen 1866, beschäftigt sich mit der Spielsucht. Der Autor selbst war dem Roulette verfallen und so bekommt sein Werk einen autobiografischen Charakter. Sebastian Koch nimmt den Zuhörer mit in die Welt des Erzählers Alexej Iwanowitsch, der sich zwischen den Fronten bewegt. Ein verschuldeter russischer General und seine Familie stehen im Zentrum. Es gilt die Forderungen junger Geliebter und französischer Hochstapler zu bedienen. Als dann auch noch die reiche russische Erbtante des Generals erscheint, muss Alexej einen regelrechten Spagat zwischen Vernunft und wilder Spielerei meistern.

Mit dem Einsatz verschiedener Akzente, unterschiedlicher Lautstärken und Betonungen und minimaler Mimik und Gestik schafft der Schauspieler eine Nähe zum Publikum, wie sie selten nur entsteht. Jede Figur aus dem Roman hat sein eigenes Erkennungsmerkmal. Auch die Musik zwischen den einzelnen Passagen passt perfekt und erzeugt mal eine fröhliche, mal eine tragische Stimmung - ganz nach Erzählsituation. Man fühlt sich in die Geschichte hineinversetzt und ist in der Lage die jeweiligen Situationen vor dem geistigen Auge deutlich ablaufen zu lassen. Nicht selten hört man ein Kichern oder ein Lachen aus dem Zuschauerraum. "Der Funke ist übergesprungen. Es war ein gemeinsamer Abend", beschreibt Sebastian Koch seinen Auftritt. Im Anschluss an die Lesung fand außerdem eine Autogrammstunde statt - eben ein Star zum Anfassen.

Kommentare des begeisterten Publikums:

"Ich kannte den Schauspieler nicht. Aber dieser Abend hat mir Lust auf das Buch gemacht und ich werde es zu Hause gleich anfangen zu lesen", sagt Brunhilde Deutscher.

"Den hab ich im Film Seewolf gesehen. Endlich mal ein Schauspieler hautnah. Ich fand den Abend toll", erzählt der wohl jüngste Zuschauer des Abends Maximilian Sendtner.


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