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Freiheit ist für mich so wichtig wie die Liebe

3.11.2010, Quelle: bild.de, Text: Kathrin Löhr

Er guckt dich an, als würde er alles von dir wissen – sagen Frauen. Und schmelzen dahin: sinnlicher Mund, warme Stimme, Dreitagebart ...

Sebastian Koch (48) ist der umschwärmte, charismatische Star des deutschen Films!

Glanzrolle im Oscar-Drama „Das Leben der Anderen“. Jetzt eine Emmy-Nominierung („Fernseh-Oscar“) für die Neuverfilmung des Klassikers „Der Seewolf“.

BILD: Am 22. November wird der Emmy in New York verliehen. Wie haben Sie von Ihrer Nominierung erfahren?
Sebastian Koch: Sehr lustig! Ich stand gerade im Supermarkt an der Wursttheke – als ich per SMS von einem Freund aus London die Nachricht bekam.

BILD: „Der Seewolf“ ist ein Mann mit harter Schale – so wie Sie?
Koch: Nein, ich fühle mich definitiv nicht als Haudegen. Ich bin eher ein emotionaler Mensch, Gefühle sind mir wichtig.

BILD: Sie waren ein Jahr lang fast von der Bildfläche verschwunden ...
Koch: „Das musste ich auch. Ich brauchte dringend eine Pause.“

BILD: Warum?
Koch: Seit „Das Leben der Anderen“ hatte ich fast ununterbrochen gearbeitet. Ein Film nach dem anderen. Danach waren meine Akkus leer und ich brauchte eine Auszeit. Ich wollte es nicht auf einen Burn-out ankommen lassen.“

BILD: Und jetzt?
Koch: Alles wieder gut. Ich war auf Lesereise, unter anderem ein Shakespeare-Abend in London. Und ich bin im Nachhinein sehr dankbar dafür, dass ich einfach ein Jahr aussetzen konnte.

BILD: Woher nahmen Sie sich diese Freiheit?
Koch: Freiheit ist für mich so wichtig wie die Liebe. Und ich habe keinen aufwendigen Lebensstil, das schafft eine gewisse Unabhängigkeit.

BILD: Wie sieht dieser Lebensstil aus?
Koch: Wohnung statt Villa. Altbau, bepflanzter Balkon mit Liegestuhl. Blick über Berlin. Fahrrad statt Auto. Aber gutes Essen und Wein.

BILD: Und so wollen Sie alt werden?
Koch: Gut möglich.

BILD: Haben Sie Angst vor dem Alter?
Koch: Alt werden ist nichts für Feiglinge. Es ist zwar beängstigend, aber da man nichts dagegen tun kann, muss man sich damit abfinden.

BILD: Würden Sie dem Altern entgegenwirken?
Koch: Botox, Liften, Haare färben? Ich hoffe, ich komme ohne durch.

BILD: Letztes Jahr haben Sie sich von Schauspielerin Carice van Houten getrennt. Gibt es eine neue Frau an ihrer Seite?
Koch: Nein. Derzeit ist meine Tochter der Mensch, mit dem ich meine Zeit am liebsten verbringe.

BILD: Paulina ist 14 und damit im besten Teenager-Alter. Eine Herausforderung?
Koch: Oh ja, aber für beide Seiten! (lacht) Das Gute ist, dass wir ein sehr entspanntes und inniges Verhältnis haben. Dennoch gibt es Grenzen, die sie als Kind nicht überschreiten darf. Paulina ist meine Tochter, nicht meine Freundin. Sie muss noch vieles lernen und das geht ab und zu nur mit einer gewissen Strenge.

BILD: Hat der eifersüchtige Papa schon den ersten Freund verjagt?
Koch: Dazu ist es Gott sei Dank noch nicht gekommen. Sie hat ein gutes Gespür und Geschmack. Da kommt sie ganz nach ihrem Vater. (lacht)

BILD: Wie sieht Ihre Traumfrau aus?
Koch: Humor ist mir sehr wichtig, über sich selbst lachen zu können. Wenn das dann noch mit großer Intelligenz und sensationell gutem Aussehen gepaart ist ...

BILD: Ganz schön wählerisch.
Koch: Stimmt! Ich bin bei Frauen ebenso wählerisch wie bei Drehbüchern.


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