SEBASTIAN KOCH Fanwebsite

Vorpremiere "Das Leben der Anderen"

Berlin, März 2006, Fanbericht von Maja

Zunächst war witzig, dass sich kurz vor Beginn der Veranstaltung der ehemalige Bundestagspräsident, Wolfgang Thierse (der mit dem zotteligen Bart) neben uns in die letzte Reihe setzte, da er dort "so schön seine Beine ausstrecken" könne.

Nach dem Film gab es eine kurze Vorstellung des Regisseurs und der Hauptdarsteller, die jedoch meiner Meinung nach etwas peinlich ablief: Sie stellten sich vor den Kinovorhang, man applaudierte ihnen, dann folgen jedoch keine Fragen an sie, sondern es wurde gesagt, draußen gäbe es was zu essen. Wir gaben dann noch einen verlegenen Applaus, und Sebastian, der zusammen mit Ulrich Mühe gekommen war, stürzte gleich raus. Richtig so, es war echt unangenehm. Ich hätte gern was gefragt, aber wartete auf die Chance vis-a-vis. Martina Gedeck und Ulrich Tukur waren nicht da. Florian Henkel von Donnersmark als Drehbuchautor und Regisseur war auch noch da. An ihm konnte man immer sehen, wo sich Sebastian im Gewühle aufhalten muss, denn der Regisseur ist über 2 Meter groß!

Es gab großes Gedränge auf dem Flur vor dem Kinosaal, Sebastian wurde zunächst in diverse Gespräche mit diversen Politikern verwickelt. Kamerateams, Hörfunkjournalisten mit Aufnahmegeräten und andere warteten auf ihre Chance. So musste auch ich ca. 15 min. auf die Gelegenheit warten, ihn anzusprechen. Mein lieber Heiko und meine Freundin Gaby waren sehr geduldig und ließen mich auch ein wenig allein, damit ich "die Mission erfüllen konnte".

Sebastian hatte einen edlen dunkelgrauen Anzug an, aber ohne Hemd und Krawatte, sondern mit hellem T-Shirt und dünnem dunkelgrauen Pullover mit kleinem Stehkragen und Reißverschluss darunter - chick war er ohne Frage! Seine Haare waren, wie auf dem Foto ersichtlich, eigentlich noch so wie in der Rolle, zwar etwas länger, aber schön dunkel und füllig.

Die Einleitung meines Gesprächs machte ich, indem ich ihm zu dem hervorragenden Film gratulierte und sagte, ich hätte bereits das Glück gehabt, ihn bei der Stauffenbergpremiere treffen zu können. Seine Frage daraufhin: Warst Du auch in Nürnberg dabei? - Aha, das Treffen schien einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben! Die Frage musste ich leider, leider verneinen. Er meinte dann von selbst: "Mensch, Ihr habt ja die Mail wegen der Bochum-Premiere geschrieben! Tut mir echt leid, aber ich war so im Stress und total aufgeregt vor der Premiere, hatte 13 Jahre nicht auf einer Bühne gestanden, habe mich total abgeschottet, kein Telefon, kein Internet etc." Ich versicherte ihm, dass wir das sehr gut verstehen würden und fragte ungläubig: "Sie lesen diese Mails wirklich alle selbst????" - ja, echt, da können wir uns drauf verlassen, er hatte nur eben überhaupt keine Zeit, zu reagieren.

Ich habe ein riesengroßes Kompliment für das Oscar-Wilde-Stück ausgerichtet und gesagt, wir würden deswegen jetzt stückchenweise nach Bochum fahren. Am 04.03. wäre Daniela da gewesen und wirklich sehr begeistert gewesen. Darüber freute er sich wirklich, das sah man seinem strahlenden Gesicht an. Er fragte gleich, warum Dani sich nicht an diesem Abend bei ihm gemeldet hätte (was wäre dann wohl noch passiert???) Ich meinte, nee nee, das wollte sie dann doch nicht.

Sebastian weiter: "Ich kümmere mich gern, wir kriegen das hin, ich besorge Euch 20 (?) oder 10 (?) (ja, 10 reichen) Karten. Ende April weiß ich, wann die neuen Vorstellungstermine sind, bis müsst ihr bitte Geduld haben." Ich meinte, dass das Stück ja sicherlich bis zum Sommer laufen würde. Er daraufhin: "neeeeeee, das läuft noch länger." Ich: und immer mit Ihnen oder gibt es da noch eine Zweitbesetzung? Nein, immer er! Es sind immer ca. 6 Vorstellungen pro Monat geplant. Wir verabredeten dann, dass, falls unsere Kontaktaufnahme zu diesem Zweck Ende April über das Homepage-Formular wider Erwarten nicht klappen sollte, er mich kontaktiert (Visitenkarte übergeben!!! Allerdings mit der Bemerkung, das ich ihm die nur geben würde, wenn ihm das nicht zu aufdringlich erscheint). Das heißt, bis Ende April müssten wir uns einen Termin ausgesucht haben. Ich fragte ihn dann, ob er immer im Hotel in Bochum wohnen würde, das sei ja so wenig heimelig, oder ob man bei solch längeren Engagements als Schauspieler auch eine Wohnung vor Ort hätte. Er hat in der Tat in Bochum ein Appartement angemietet.

Ich bemerkte zum Abschluss (nach 10 Minuten??? - eine kleine Ewigkeit), dass uns dieses Angebot riesig freuen würde, ich könne es noch gar nicht glauben. Aus der Äußerung, warum sich Dani denn nicht am 04.03. bei ihm gemeldet habe, schließe ich, dass er sich sicherlich auch nach unserem Besuch des Stücks "um uns kümmern" würde.

Weitere Fragen von mir: Kann er sich durch die Rolle des Georg Dreymann nun mehr in diejenigen hineinversetzen, die von der Stasi bespitzelt wurden? - SK: na ja, die Mentalität kennt er ja, schließlich ist er mit einer Ostfrau zusammen - äh, seine Exfrau kommt aus dem Osten.

Wie war es, einen Kollegen zu spielen, der der gleichen Zunft (Künstler, zwar ein anderes Genre, dennoch ist Kunst schließlich Kunst) angehört? - SK: es war recht leicht für ihn, Dreymann ist ihm sehr nahe gewesen, er musste sich gar nicht groß "verstellen" (das finde ich auch, er kam sehr authentisch rüber in der Rolle).

Welche Rolle spielt er in "Rudi Rüssel II"? - SK: na den Papa! (breites Grinsen) - kann mir mal jemand die Story auseinandersetzen, der Papa von wem???
Ist Rudi Rüssel für seine Tochter gedacht? SK: na ja, nicht unbedingt, er hatte jetzt einfach mal Lust auf andere Rollen als diese schwierigen, die er gerade alle verkörpert hat.
Eventuell fällt mir im Laufe der Zeit noch mehr ein, jedenfalls war das das Wichtigste in Kürze. Aufgefallen ist mir neben seiner lockeren, total freundlichen Art wieder, dass er sich wirklich ausgiebig Zeit genommen hat und nicht etwa während des Gesprächs schon woanders hingeschaut hat. Zwischendurch habe ich ihm auch mein Weinglas in die Hand gedrückt, weil ich die Visitenkarte in der riesigen Handtasche suchen musste, in der Zeit stand er mit zwei Gläsern und gab schnell ein Radiointerview.


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