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Körzdörfers Begegnungen: Frauenliebling Sebastian Koch ist der neue „Seewolf“

bild.de, 23.12.2007

Ein schlaksiger Mann joggt mit iPod durch Berlin. Fitness-Ziel: Macho. Die Frauen lieben ihn – und seufzen beim Blick seiner Rehaugen. Tom Cruise schätzt ihn, trifft ihn, kennt seine Filme. Er ist der stille, sensible Star des deutschen Films.

Der Kanon seiner Werte?

Gefühl! Instinkt! Ängste als Frühwarnsystem. Nein sagen zum Falschen! Ja sagen zum Wichtigen!

Wir sind im Herz & Hirn von „Oscar“-Star Sebastian Koch (45, „Das Leben der Anderen“).

Er war „Stauffenberg“, „Richard Oetker“, „Klaus Mann“ und „Albert Speer“. Hollywood ist interessiert, Er wartet ab. Jetzt kam ein Anruf mit seiner Traumrolle: „Der Seewolf“!

Diese Seebär-Legende?

Er lacht selber wie ein Kind: „Ehrlich! Ich war 9, als ich Raimund Harmstorf die Kartoffel zerquetschen sah. Das Urbild des Abenteurers!“

Wir sitzen in seinem kleinen Stammcafé „Barbar“. Schwarzer Mantel, grauer Schal, Kastanien-Haar, sehnsüchtiger Blick, der seinem starken Kinn folgt. (7 Kilo abgenommen, keine Kohlenhydrate).

Warum Seewolf?

„Dieser Roman hat alles, was ein guter Filmstoff braucht; Abenteuer, Spannung, Liebe und eine wunderbare Philosophie; außerdem drehen wir in Englisch, was eine große Herausforderung ist.“

Warum lieben ihn alle Frauen?

„Weil er („Seewolf“) keine Kompromisse lebt, er ist hart mit sich und den anderen, ist unnahbar und im Innersten tief verletzt.“ Er selbst ist verliebt – „wie ein Cockerspaniel“ – in die sexy Amsterdamer Schauspielerin Carice van Houten (31, „Black Book“), die Filmfrau von Tom Cruise’ „Stauffenberg“.

Das Geheimnis Ihrer Leinwand-Präsenz?

„Ich will mich nicht wiederholen. Und ich muss die Wahrheit einer Figur verstehen und sinnlich begreifen, um sie spielen zu können.“

Wie war das Gefühl „Oscar“?

„Überwältigend! Gleichzeitig aber auch untrennbar mit dem Tod Ulrich Mühes verbunden, den ich bis heute vermisse.“ (Mühe hatte Magenkrebs und ahnte, dass er sterben würde.)

Was ist Glück?

„Wenn mich meine Tochter (9) anruft – und mir ein Geheimnis verrät, das ich niemals verraten soll.“

Angst vor dem Alter?

„Nein, warum? Ich brauch vielleicht bald eine Brille. In der Not kann ich Gitarre spielen.“ Sein Lächeln entwaffnet. Sein sensibles Selbstbewusstsein verleiht ihm Flügel. Er blickt auf seine schwarze IWC-Flieger-Uhr, flirtet die hübsche Kellnerin an und läuft mit flatternden Mantelschößen über die Straße.

Sein Lieblingsbuch?

„100 Jahre Einsamkeit“ (Marquez).


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